Radteam Tharandter Wald

Rennrad-Blog

Zwischen Himmel und Erde - Ötztaler Radmarathon 2017 (PW)

 

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Schon die Nacht vorm Start war sehr unruhig, ich war froh, dass es endlich 5:00 Uhr zum Frühstück ging. Nun die große Frage: Was zieht man wohl am besten an? Kurz? Lang? Oder 3/4? Das Wetter sollte laut Vorhersage eigentlich passen. Nach kurzer Anziehprobe entschied ich mich für kurz.
6:15 Uhr fuhr ich zur Startaufstellung. Die Nervosität stieg (gefühlter Puls 200), 6:45 Uhr ging es dann Gott sei Dank los. Die Abfahrt von Sölden nach Ötz gestaltete sich sehr zügig, höchste Konzentration war geboten, denn 4331 Starter waren dicht an dicht beieinander. In Ötz ging es nun den ersten Pass, den Kühtai hinauf, dabei mussten auf 18,5 km, 1200 Hm absolviert werden.

Das Gerangel auf der Strecke war groß. Nach ca. 1,5 h erreichte ich die Passhöhe und machte an der Labestation kurze Rast. Nun ging es die steile Abfahrt hinunter nach Kematen, wo ich einen Top-Speed von 99 kmh erreichte (nicht weiter drüber nachdenken).

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Zwischen Himmel und Erde - Ötztaler Radmarathon 2017 (FK)

 

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Endlich hat es geklappt, einen Startplatz bei ÖRM zu bekommen. Ich hatte mich bisher dreimal angemeldet, beim vierten Mal ist der Startplatz automatisch gebucht - das war bei mir der Fall.

Schon im Frühjahr zum Spreewaldmarathon hat mir Dirk vom TuS Dipps erzählt, dass er und seine Jungs (Jens und Hansi) auch mit dabei wären. Sie hatten schon in weiser Voraussicht in Sölden, dem Startort der Tour, ein Apartment gebucht. Für mich wäre auch noch Platz .

Der Termin rückt immer näher. Unruhe und Zweifel machen sich in mir breit. Kann ich die 236 km und 5500 „HMs“ schaffen? Wenn es nun Regen oder gar Schnee gibt? Habe ich genug gemacht? 

Ich beschließe, um meine Rennhärte zu stärken, den Stoneman in Gold im Erzgebirge zu fahren. Ganz alleine 167km, 4400 Höhenmeter, mit den MTB. Gott sei Dank schaffe ich die Runde unter großen Anstrengungen. Ein Meilenstein in meiner Vorbereitung.
Ende Juli ging es dann in die Slowenischen Alpen, mit dem MTB Höhenmeter sammeln. Ab August wurde dann das Training intensiver. Mit Peter und Jens absolviere ich die Longtour nach Prag und zurück, 300 km 3600HM. Mitte August schließlich der letzte große Test: der Krusnoton - 180 km und 3600 HM. Im verhaltenen Renntempo, um Substanz aufzubauen.

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Krušnoton 2017 in Teplice oder die brutalen Südhänge des Erzgebirges

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Gemäß meiner anfänglichen Motivation waren eigentlich alle „Pflichtleistungen“ für dieses Rennradjahr im Kasten - aber manchmal trügt der Schein…


Jedenfalls hatte ich ein „Date“ mit dem Wolfi ausgemacht.
Wir beide wollten unbedingt den langen Kanten bezwingen. Per Definition des Veranstalters sollten 250 km und 4900 Hm vor uns liegen und dies inkl. Wettkampfcharakter. Je näher der Tag rückte, umso häufiger ging der Blick Richtung Wetterprognose - Dauerregen wäre eine gute Ausrede gewesen.
Der Vorabend präsentierte sich jedenfalls so, dass einer Absage nichts im Wege stand – 13°C und es schüttete wie aus Eimern. Nach kurzem Nachrichtenaustausch beschlossen die Teammitglieder dann doch: Abfahrt kurz nach 5 Uhr und durchstarten!


Nun war es soweit, die Nacht war entsprechend kurz und der Nieselregen verzog sich auch allmählich.
Nach rund einer Stunde Anfahrt erreichten wir Teplice. Hier waren genug Hinweisschilder für den Event angebracht, so dass die Suche nach dem Parkplatz und dem Start/Zielbereich sehr einfach war. Startunterlagen besorgen und das Sportgerät präparieren wäre an sich recht flott von der Hand gegangen, wenn nicht unser Gastfahrer (ThK) uns im Hintergrund immer mit tiefsinnigen Dialogen abgehalten hätte. Dann hieß es schnell den Parkplatzbereich in Richtung Start verlassen, damit wir Drei‘e uns pünktlich einreihen konnten.

 

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20. FichKona 2017 oder wie der Trockenwurm sich ans Meer kämpfte

 

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Nun war es endlich wieder soweit, Nikolaustag 2016, im frisch geputzten Schuh – die Startplatzzusage für die Teilnahme an der 20. FichKona (FiKo). Die Freude war verhalten bis euphorisch. Jetzt hatte, das bis dahin noch nicht konzipierte Wintertraining wieder einen Sinn – ab auf die Rolle und gestählt im Frühjahr raus auf die Straße – so die Theorie. In der Praxis kam der Winter erst im Januar und bis dahin wurde die frische Luft noch ordentlich und manchmal auch via Schnappatmung inhaliert. Das etwas zu kurz ausgefallene Frühjahr und die, aufgrund des frühen sächsischen Ferienbeginns, doch recht zeitige Terminierung dieser Badefahrt auf den 17.06.2017, forderten eine optimale Nutzung der Trainingszeit. Die muskuläre Vorbereitung sollte mit etwa 5K km in den Beinen ausreichen.


Nun hieß es noch Daumen drücken, denn für das Radteam Tharandter Wald (RTTW) stand noch unser Dienstältester (lieber Wolf) auf der Warteliste für diese Veranstaltung.

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Radeln für die Gurke oder: ...es kann Regen geben!

 

15. Spreewaldmarathon 2017

 

webIMG 1852Jungs – seien wir ehrlich: so oft wie in den vergangenen Tagen haben wir wahrscheinlich schon lange nicht mehr in jede Wettervorhersage reingeschaut, die wir finden konnten. Regenwahrscheinlichkeit 22. April morgens rund um Lübben: 60%, 75%, 40%? Und der Wind? 20km/h?, 30 km/h? Je unwirtlicher die Prognose, desto mehr hat uns der Gedanke gefallen, am Samstag nicht um 5 aufzustehen und in die Radklamotten zu schlüpfen, sondern uns nochmal umzudrehen... und dann ein schönes Frühstück...!
Von wegen: Alle Wetterfrösche am Freitagabend: im Spreewald wechselhaft, windig, knapp 10 Grad, aber bis mittags trocken.

Im Starterfeld auf der (tatsächlich trockenen!) Schlossinsel in Lübben also doch mehrere Handvoll grün-gelbe RTTW-Fahrer, die (bei Sonnenschein in Dresden gestartet) die 45, 70, 110 oder sogar 200 Kilometer Spreewald unter den Laufrädern durchschieben wollten. Leider sieht man als Radfahrer von dem Spreewald, den man vom Kahn aus erleben kann, nur sehr wenig. Aber die gut ausgebauten Straßen, gerne durch Kiefernwälder, führen durch sehr schmucke, idyllische und (zumindest am Samstagmorgen) ziemlich verschlafene Dörfchen. Eine Spreewaldrunde ist flach, eben, steigungsfrei, berglos, niveauneutral – also super zum Rollen. Außer, wenn folgender Satz aus dem Wetterbericht dazukommt: „Es kann Regen geben!“

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